
Auch wenn es in der Zwischenzeit doch kräftig geregnet hat, möchten wir Ihnen diesen Winter-Tipp zum Thema Gießen im Winter nicht vorenthalten, da es immer wieder zu längeren Trockenperioden im späten Herbst und Winter kommen kann.
Dann sollten Gartenbesitzer ihr Grün aufgrund des außergewöhnlich trockenen Herbstes zusätzlich wässern.
Wenn der Spätherbst trotz Adventszeit, Lichterketten und Weihnachtsmärkten nach wie vor mit einer Extra-Portion Sonnenschein glänzt, bedeutet das für Gartenbesitzer: Mehr gießen als zu dieser Jahreszeit üblich. Denn dieses Jahr war der trockenste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und er hat den Pflanzen zu schaffen gemacht.
Während Spaziergänger bei milden Temperaturen die Sonne genießen, ächzen Bäume und Sträucher unter der Trockenheit. Vielerorts hatte es über einen Monat lang nicht richtig geregnet, was für diese Jahreszeit allemal ungewöhnlich ist. Die Böden waren ausgedörrt, die Speicher der Pflanzen leer. Und die wenigen Tropfen, die zwischendurch vom Himmel fielen, konnten kaum ausgleichen, was wochenlang an Regen ausgeblieben ist.
Regenmangel kompensieren
Grundsätzlich sind alle Pflanzen von einem extrem trockenen Herbst betroffen. Unter der geringen Niederschlagsmenge leiden aber in besonderer Weise immergrüne Gehölze wie beispielsweise Bambus, Rhododendren, Kirschlorbeer, Azaleen, Buchsbäume aber auch Lebensbäume und andere Nadelgehölze. Letztere betreiben den ganzen Winter über Photosynthese und benötigen dazu Wasser – im Gegensatz zu den mittlerweile kahlen Laubgehölzen. Damit die Pflanzen gut über den Winter kommen, sollten Gartenbesitzer bei anhaltender Trockenheit kleinere Sträucher mindestens einmal pro Woche mit einer Menge von etwa 20 Litern Wasser gießen. Größere Exemplare benötigen leicht ein Vielfaches. Ein besonderes Augenmerk gilt derzeit auch den Kübelpflanzen.
Frost bringt neue Probleme
Ist der Boden gefroren, können die Pflanzen kein Wasser aufnehmen, während sie durch Verdunstung weiterhin Wasser abgeben. Verstärkt wird dieser Effekt zusätzlich noch durch Sonnenschein und Wind. Besonders problematisch wird es, wenn Frostperioden länger als drei bis vier Wochen andauern, denn dann braucht der Boden anschließend umso länger, bis er wieder auftaut. Erst nach ein bis zwei Wochen können die Pflanzen dann mit ihren Wurzeln wieder Wasser aufnehmen. „Darum sollten Gartenbesitzer an frostfreien Tagen alle Immergrünen ausgiebig wässern“, empfiehlt der Experte. Zusätzlich kann man die Pflanzen mit Vliesen, Leinengeweben oder Strohmatten vor Wind und Wintersonne schützen und so die Verdunstung reduzieren.
Unbeschadet durch den Winter
Wer seine Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt und gegen Wintersonne und Wind geschützt hat, kann sich auch im nächsten Jahr wieder an ihnen erfreuen, denn, so weiß auch ich, Jens Biewendt, Ihr Gärtner von Eden: „Die meisten Pflanzen, die im Winter eingehen, sind nicht erfroren, sondern vertrocknet.“